Hey Ho Holbox!

Moin,

das Paradies auf Erden, Mexikos schönste Insel und Traumstrände soweit das Auge reicht usw. So stand es ungefähr in jedem Reiseführer oder Blog, wenn es um Isla Holbox ging. Nun ja, nach einer Abenteuerlichen Busfahrt von Cancun nach Chiquila, wo die Temperatur im Bus gefühlt bei 8*C lag, schifften wir von dort mit einer Fähre für 8€ p.P. nach Isla Holbox über. Aufgrund der ganzen positiven Rezensionen, haben wir uns total auf die Insel gefreut. Dort angekommen, fiel uns auf, dass ausschließlich das Hafengelände geteerte Straßen vorzuweisen hatte, der Rest der Insel aber nur aus Sandwegen bestand und diese sich alle in zentimetertiefe Matschwüsten (Regenzeit bis Ende Oktober; einmal täglich Monsunregen) verwandelt hatten, die so groß und tief waren, dass es unmöglich war diese zu passieren. So mussten wir uns als irgendwie den Weg zu unserem Hostel entlangschlängeln. Irgendwann war kein Durchkommen mehr und der Matsch lief mir oben in meine Vans. Prinzipiell hätte ich die Pötten anschließend gleich in die Tonne hauen können, mit mühevoller Feinarbeit konnte ich aber abends den getrockneten Matsch von den Schuhen abbrechen. Glücklicherweise war das Hostel „Che“ echt schick, ziemlich neu und die Mitarbeiter alle total freundlich und entspannt. Wir checkten auf unserem 10er Zimmer ein und erkundeten danach ohne Schuhe die Insel. Der bewohnte Teil der Insel ist mehr ein größeres Dorf, vom Tourismus lange nicht so überlaufen wie Isla Mujeres. Es gibt diverse Restaurants, ein paar flotte Hotels und 3-4 kleine Supermärkte. Außerdem gibt es Hunde, dutzende freilaufende Hunde aber auch alle sehr freundlich und zuvorkommend. Als wir dann so über die Insel Richtung Strand schlürften, fanden wir, dass es dort aussah, als wenn vor zwei Tagen ein Hurricane über die Insel gezogen wäre. Viele Grundstücke total verwahrlost, viel Müll und halt diese unglaublichen Wasserlöcher auf den „Straßen“. Unsere Hoffnungen lagen einzig und allein auf dem Strand, leider auch da große Enttäuschung; kein türkises Wasser, kein weicher Sand. Das Meer total aufgewühlt, der Sand nass und hart. Es scheint hier doch etwas öfter geregnet zu haben in den letzten Tagen. Ein wenig deprimiert traten wir den Heimweg Richtung Hostel an, da kostet die Flasche Bier nämlich nur 1,30€. Abends gab es für Vanessa für ca. 6€ Taccos satt, ich entschied mich für Corona satt. 

Aber dann: Samstagmorgen, 8 Uhr Frühstück, keine Wolke am Himmel und 28°C. Es gab gekochte Eier - endlich! Ich konnte mein aus Deutschland importiertes Maggi auspacken und genüsslich Eibrot mit Maggi frühstücken, für Vanessa gab es Wassermelone (ohne Maggi), sie war nicht weniger begeistert. 

Wir informierten uns noch bei TripAdvisor, welchen Strand man hier aufsuchen sollte. Um diese ganzen Bilder aus den Reiseführern auch mal in Wirklichkeit zu sehen, liehen wir uns Fahrräder und cruisten durch die Schlammlöcher über die Insel zu den besagten Stränden. Da war es dann, das Postkartenmotiv! Weißer Sand, türkis-blaues Wasser, Palmen soweit das Auge reicht und zwei  kalkige Genies, die in der Mittagssonne um 12.30 Uhr die Szenerie bestaunen. Es war echt traumhaft, das Meer sogar für meinen Geschmack schon ein Tick zu warm. Im Wasser waren Holzpfähle aufgebaut, wo Hängematten angehängt waren, was natürlich sehr entspannend war. 

Zwei Stunden später - jeder Zentimeter am Körper wo keine Sonnencreme Lichtschutzfaktor 437 klebte, war leider knallrot. Also machten wir uns auf gen Heimat und tranken unterwegs noch ein Sol und ein Margherita. 

Das Hostel hatte einiges zu bieten, jeden Abend wurde frisch gekocht. Tacco Abend, Pizza Abend und Sonntagabend gab es Argentinisches BBQ für umgerechnet 7€ pro Nase. Das hieß Grillplatte satt! Was mir natürlich sehr entgegenkam, Vanessas Begeisterung hielt sich bei den meisten Fleischsorten in Grenzen, sie merkte aber an, dass das Brot und die Dips sehr lecker waren. Ansonsten haben wir nicht viel gemacht, außer am Pool rumgelegen, am Strand geschlafen oder an der Bar gesessen. Viel Schlaf gab es leider die letzten zwei Nächte im Hostel nicht, da bei uns eine attraktive 180kg Elfe im Zimmer eincheckte, welche dermaßen geschnarcht hat, dass das Bettgestell vibriert hat. Ein wundervolles Schauspiel, optisch sowie auch akustisch. 

Gut, es ist jetzt Dienstag 16.30 Uhr Ortszeit. Wir sind gestern Abend in Tulum angekommen und haben unsere Hütte in einem Eco Hotel an einer Cenote bezogen, schickes Ding aber auch sehr abenteuerlich. Heute waren wir schon am Strand, haben in den Wellen geplantscht und ein bisschen die Umgebung erkundet. Das gute ist, ich bin mittlerweile so verbrannt, dass ich mich nicht mehr weiter verbrennen kann. Morgen gehts zu den Mayaruinen in Tulum, mal schauen wie Touri das wird… 

Cheers, 

M

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Kommentare: 2
  • #1

    TobyRockyhorror (Freitag, 26 Oktober 2018 10:56)

    Ich fasse kurz zusammen. Wieder mal Sonnenbrand aber gut gegessen...Mario zumindest ;-)

  • #2

    Kroko (Freitag, 14 Dezember 2018 11:57)

    zuvorkommende Hunde?!? :-)